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Monday, June 26, 2017

Flores Indonesien


Kelimutu Krater seen - Insel Flores Indonesien

Die Insel Flores gehört zu Indonesien, dem größten Inselarchipel der Erde bestehend aus über 17.000 Inseln zwischen Asien und Australien. Flores liegt östlich von Bali und gehört zu den Kleinen Sunda Inseln. Zusammen mit der Insel Sumba, dem westlichen Teil der Insel Timor und einigen kleineren Inseln wie Alor, Sabu Rote, Solor, Lembata gehört Flores zur Provinz Nusa Tenggara mit der Hauptstadt Kupang auf West Timor.

Die Insel Flores ist 14.125 km² groß und sehr gebirgig, sie ist die größte Insel in Nusa Tenggara. Die Länge der Insel beträgt 360 km und sie ist zwischen 26 und 270 km breit. Der schmalste Teil ist in Maumere. Flores liegt im vulkanischen Gürtel, welcher sich von Sumatra über Java, Bali bis zur Banda See erstreckt. Eine turbulente geologische Geschichte spiegelt sich in der stark zerklüfteten Gebirgslandschaft von Flores.
Flores selbst ist aufgeteilt in 9 Bezirke, vom Westen nach Osten: West-Manggarai, Manggarai, Ostmanggarai, Ngada, Nagekeo, Ende-Lio, Sikka, Flores Timor und Lembata mit den Hauptstädten Labuan bajo, Ruteng, Borong, Bajawa, Mbay, Ende, Maumere, Larantuka und 
Lewoleba.
Charakteristisch sind beachtliche Höhenunterschiede zwischen den Bergregionen (mit Gipfeln zwischen 2100 und 2445 m) und der Tiefe des Meeres, die an manchen Stellen 5000 m betraegt.
Flores hat 14 aktive Vulkane und in jüngerer Vergangenheit gab es einige Vulkanausbrüche: Mt. Lewotobi (Ost Flores) 1938, Mt. Lerek (Lembata) 1948, Mt. Rokatenda (Palue) 1964 und  Mt. Ia (Ende) 1969. Das seit 100 Jahren größte Erdbeben war am 12. Dezember 1992.

Riung Marine Park - Ngada - Flores

Spinnenformige Reisfelder - Cancar - Manggarai

Sikka Weberein ikat - Maumere


Flora & Fauna
Flores liegt östlich der Wallace Linie und westlich der Weber Linie. Man findet hier keine großen asiatischen Säugetiere mehr aber viele asiatische Vögel, Insekten und Reptilien. Das bekannteste Reptil ist der Komodo Waran, der einmalig auf der Welt ist. Die an einigen Stellen gefundenen Fossilien zeigen, daß hier auch einst eine Art von Zwergelefanten lebte.
Besonders interessant ist die sehr reiche Unterwasserwelt, Korallenriffe und interessante Fischarten. Vieles spricht dafür, daß es sich bei den Korallenriffen von Flores, um die reichsten in der Welt handelt. Auch wenn der blumige Name der Insel “Capo des Flores” es vermuten läßt, hier wachsen nicht mehr Blumen als in anderen Teilen Indonesiens. Dennoch ist die Landschaft von Flores sehr grün. Neben vielen Reisfeldern im Westen und einem Meer an Kokosnußpalmen im Osten, wachsen hier viele tropische Nutzpflanzen, wie Kaffe, Kakao, Vanille und vieles mehr.

Klima auf Flores
Auf Flores herrscht typisches Monsun-Klima. Der Nordwest Monsun (Dezember- April) mit Wind von West nach Nordwest bringt Regen. Während des Süd-Ost-Monsun (Juni bis Oktober) ist Trockenzeit mit Wind von Osten nach Südosten. In den Monaten zwischen diesen beiden Monsunen (November und Mai) kommt der Wind von allen Richtungen. Gemessen am Regenfall kann man Flores in drei Zonen unterteilen: 1. die trockene Nordküste mit weniger als 1000 mm Regen pro Jahr, 2. das zentrale Gebirge mit über 2000 mm Regen pro Jahr und 3. die Südküste die häufiger vom Regenfall profitiert.  

Bevölkerung
Die Bevölkerung auf Flores hat unterschiedliche ethnische Ursprünge mit beachtlichen sprachlichen Unterschieden. Neue archäologische Funde lassen vermuten, daß Flores der Malaiischen Kultur angehört und außerdem Melanesische Kulturcharakteristiken aufweist. In Flores gibt es auch viele Nachkommen der Portugiesen. Auf den kleinen Inseln in der Flores See und auch vereinzelt in den Dörfern an der Nordküste leben Bajau, Bugis und Butonesen, die ursprünglich aus Sulawesi stammen.
 
Flores unterteilt sich in 6 Bezirke, die jeweils unterschiedliche Sprachen sprechen. Von den 2 Millionen Menschen auf Flores leben ca. 254.000 in Sikka. In Maumere leben +20.000. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung bekennt sich zur römisch-katholischen Kirche. Der Rest, vorwiegend im Westen der Insel und in den Hafenstädten, sind Muslime.



Friday, November 2, 2012

Insel Sumba -Indonesien


Flughafen in Tambulaka-Suedwest Sumba.
Insel Sumba -Indonesien

Sonnen untergang von Newa Beach.
Sumba ist eine 11.150 km² große Insel der Kleinen Sundainseln und gehört zu der indonesischen Provinz Nusa Tenggara Timur. Sie hat 611.422 Einwohner. Die Inselhauptstadt mit Hafen ist Waingapu. Die Insel teilt sich seit 2007 administrativ in vier Regierungsbezirk (Kabupaten) mit Ihren jeweiligen Verwaltungssitzen a) Ostsumba, Waingapu b) Zentralsumba, Waibakul c) Westsumba, Waikabubak d) Südwestsumba, Tambolaka. Es existieren zwei Flughäfen, einer in Ost-Sumba (Waingapu) und einer in Nord-West-Sumba (Tambolaka) mit regelmäßigen Verbindungen nach Denpasar, Bali und Kupang, Timor (jeweils 4 mal pro Woche). Der Seetransport läuft über die Hafenstädte Waikelo und Waingapu. Die Landverbindung zwischen den wichtigsten Siedlungen (die zentrale West-Ost-Achse) funktioniert durch eine vergleichsweise gut ausgebaute asphaltierte Landstraße. Der Rest der Insel, vor allem die Nord- und Südküste sind infrastrukturell schwach erschlossen. Weite Teile der Bevölkerung Sumbas haben unzureichenden Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

Kultur centrum in Waetabula.
Geographie

Ein Alte Man in Wainyapu Dorf.
Im Norden befinden sich die Inseln Sumbawa, Komodo und Flores, im Osten Sawu und Timor und im Süden ist der Indische Ozean. Die Insel wird in West-Ost-Richtung durch eine etwa 150 km lange und bis zu 40 km breite Region mit Bergen durchzogen, die das Klima in zwei Gebiete unterteilt. In der Süd-Westhälfte fällt mehr Regen (bis zu 1600 mm/Jahr) und das Land eignet sich in Gunstlagen zum Reisanbau. Cashew ist hier eine wichtige Verkaufsfrucht. Im sehr trockenen Nord-Osten (zum Teil unter 600 mm/Jahr) wird Mais und Erdnuss, vor allem zur Subsistenzsicherung, angebaut sowie Weidewirtschaft für den Binnenexport betrieben, vor allem Rinder und Pferde. Regelmäßiges Abbrennen der Flächen hat zur Degradation der Vegetation in weiten Teilen Sumbas geführt, so dass heute vielfach nur noch eine savannenartige Landschaft auf erodierten Karstflächen übrig geblieben ist. Die Waldfläche Sumbas liegt heute bei unter 10 % der Gesamtfläche der Insel.

Bevölkerung

Graeber und Traditioneller Haeuser in Wainyapu.
Weisse Straende in Managa.
Das Motif von Sumba ikat Weberein
Die Einwohner sind eine Mischung von Malaien und Melanesiern. Durch erst im 20. Jahrhundert erfolgte Missionierung sind heute etwa 65 % der Bevölkerung zumindest nach außen hin Christen, weitere 25- 30 % praktizieren die traditionelle Marapu-Religion. Auch heute noch gibt es ausgeprägte soziale Schichten (Kasten) in der Bevölkerung mit feudalistisch anmutenden Strukturen. Ahnenkult hat für die Sumbanesen große Bedeutung. Das rituelle Schlachten von Tieren zu Hochzeiten, Beerdigungen und anderen kulturellen Anlässen ist fester Bestandteil des Lebens. Jeden Februar findet das Pasola-Festival statt, welches eines der bekanntesten traditionellen Feste Indonesiens ist und die größte Touristenattraktion der Insel darstellt. Die Lebensweise der Bewohner Sumbas ist von traditionellen Riten geprägt und ist für den Besucher durch die beeindruckenden Megalithgräber sowie die alten Clansiedlungen mit ihrer speziellen Architektur gut sichtbar. Traditionell spielt die Herstellung von gewebten Stoffen mit der Ikat-Webtechnik eine große Rolle und diese Stoffe sind bei Kennern weltberühmt. Es gibt muslimische Minderheiten, vor allem buginesischer Herkunft, die an der Küste und in den großen Siedlungen vor allem in Waingapu und in Waikabubak leben.

Geschichte

Praijing Traditioneller Dorf.
Vor der Kolonialzeit gehörte die Insel zum Majapahit-Imperium. Sie war in kleine Königreiche unterteilt, mit Raja als Könige. 1522 wurde Sumba von den ersten Europäern besucht und durch das Sandelholz bekannt, welches ausgebeutet wurde und heute keine Rolle mehr spielt. Ab 1866 gehörte die Insel zu Niederländisch-Indien, nach dem Zweiten Weltkrieg zu Indonesien. Aufgrund der Zersplitterung in verschiedene Königreiche und Clans, gab es bis in die jüngere Vergangenheit Sumbas (1990) immer wieder interne kriegerische Auseinandersetzungen. Diese beschränken sich heute jedoch auf die nur noch in manchen Teilen der Insel verübte Selbstjustiz gegenüber Viehdieben.

Texten : http://de.wikipedia.org/wiki/Sumba_%28Indonesien%29
Fotografer : Leonardus Nyoman

Thursday, December 8, 2011

NUSA TENGGARA - INDONESIEN


Traditionen, Tänze und Textilien


Die „südöstlichen Inseln“, Nusa Tenggara, zwischen Bali und Timor Leste, sind auch heute noch geprägt von traditioneller und kultureller Vielfalt:

Sumbas berühmte Ikat-Textilien werden nach althergebrachten Techniken und Motiven in mühevoller Handarbeit hergestellt.
Die archaischen Riten und Volkstänze von Alor haben an Exotik nichts  eingebüßt.
Die traditionelle Architektur auf Flores ist beeindruckend wie eh und je.
In früheren Jahrhunderten begehrt wegen ihrer Sandelholzbäume,locken Inseln wie Sumba, Savu oder Westtimor heute eher Kunsthändler an.

Alor

In den zerklüfteten Bergregionen Alors findet man Volksgruppen deren tägliches Leben noch stark geprägt ist von Tradition und Ahnenkult.
Betelnusskauen als Willkommensgruß – das gehört hier noch immer zu jedem Besuch. Bei Wanderungen und Fahrten durchs Landesinnere erhascht man immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Küste. Dort, wo es Tauchreviere gibt, die noch als Geheimtipp gehandelt werden. Hinunter auf die Bucht von Kalabahi, der Inselhauptstadt und deren quirliger Markt ein besonderes Spektakel bietet: die Popcorn-Kanone.


Lembata

Lamalera, eines der letzten Walfängerdörfer Indonesiens auf Lembata, - dort, wo die Fischer wie seit Hunderten von Jahren mit ihren Booten hinausfahren und die Wale mit Harpunen erlegen. Beiderseits ein Kampf ums Überleben. Wendige kleine Segelboote, ohne Eisennägel gebaut und Stolz einer jeden Fischer-Familie. Der Schamane reibt nach der Fertigstellung eines neuen Bootes den Bootskörper noch immer mit Hühnerblut ein, doch zur Eröffnung der Walfangsaison im Mai hält heute ein katholischer Priester die Messe im Dorf ab.



Sumba


Die Kultur Sumbas besticht mit spektakulären Ritualen, riesigen megalithischen Grabstätten, ungewöhnlich spitz zulaufenden Hausdächern und wunderschönen „Ikat“-Textilien. Noch heute sind mehr als 50 % der Bevölkerung Animisten und Anhänger des Ahnenkultes.
Der grüne und fruchtbare Westen Sumbas beeindruckt durch Architektur und megalithische Traditionen, während der trockene und karge Osten durch seine berühmten Textilien und die ausdrucksstarken Tänze besticht. 
Sumba ist etwa 300 km lang und 80 km breit und in zwei Distrikte aufgeteilt.
Die frühere „Sandelholzinsel“ exportiert heute hauptsächlich Pferde und Wasserbüffel, besonders nach Java.



Flores


Bunte Kraterseen, grüne Schluchten und Peitschenkämpfe – die Vielfalt der Insel lässt bei einer Rundreise keine Langeweile aufkommen.
Die Manggarai im Westen besuchen und Zeuge werden von rituellen Peitschenkämpfen, in denen auch mal Blut fließt. Es wird nicht nur die Geschicklichkeit und Stärke der kämpfenden Männer getestet, vielmehr ist das vergossene Blut eine Opfergabe an die Ahnen um sie milde zu stimmen. Ein wichtiger Teil von Zeremonien der Fruchtbarkeit, wie das Erntedank-Fest oder Hochzeiten.

Die Ahnenhäuser der Ngada im Südwesten auf sich wirken lassen. Rituelle Steinsetzungen und über Jahrhunderte unveränderte Architektur gehören dazu.
Und dann natürlich die kurze Wanderung vom Parkplatz zum wohl imposantesten Naturschauspiel von Flores: die drei farbigen Kraterseen von Kelimutu. Stets haben sie 3 verschiedene Farben und beim nächsten Besuch sehen sie vielleicht statt türkis weiß und statt braun rot aus... Lassen Sie sich überraschen! 

Flores ist eine lang gestreckte, zerklüftete Insel mit Vulkanen, grünen Schluchten, schönen Bergseen, Savannen und saftiggrünen Bergwäldern. Die 1,4 Millionen Einwohner gehören zahlreichen ethnischen Gruppen an. Wanderungen von Dorf zu Dorf durch dichte Bambuswälder, vorbei an intensiv riechenden Nelkenbäumen und dicht behangenen Cashewnussbäumen, oder hinauf in die Kiefernwälder der Berge. Flores ist ein großartiges Naturerlebnis.

Viele Korallenriffe bieten erstklassige Tauchmöglichkeiten z.B. im beliebten Tauchgebiet um Maumere mit den vorgelagerten Inseln oder im Westen an den Komodo Nationalpark angrenzend.


Sumbawa / Bima

Die Einheimischen nennen den westlichen Teil ihrer Insel „Sumbawa“, während der Ostteil als „Bima“ bezeichnet wird. Obwohl der Islam hier dominiert, sind traditioneller Glauben, Sitten und Gebräuche (Adat) noch ungebrochen stark.

Sumbawa ist vulkanischen Ursprungs und die Eruption des Vulkans Tambora im Jahr 1815 war der stärkste Vulkanausbruch in den letzten 10.000 Jahren. Bis nach Europa waren die Auswirkungen zu spüren. Sehr ländlich geprägt und kaum auf Touristen eingestellt, muss man sich auf manche Unzulänglichkeiten einstellen, will man Sumbawa / Bima bereisen. Belohnt wird man mit einmaligen Einblicken in das Inselleben das durchaus seinen besonderen Charme hat, nicht zuletzt durch die Gastfreundschaft der Menschen. Sumbawa Besar ist eine malerische Stadt, mit seinen Pferdekutschen, dem bunten Markt, dem Sultanspalast. 

In Bima lockt ein Besuch des Hafens, in dem oft stattlichen Schoner liegen, die in ihrem hölzernen Bauch Waren in den Osten dieser Inselwelt transportieren. Auch der Besuch des Marktes ist fast schon ein „Muss“. Und wer noch Muße hat, der wandert zum Grabmal des ersten Sultans von Bima. Von dort oben hat man einen ausgezeichneten Blick über die Stadt.